Besuch auf der Cebit 2008
09.03.2008 15:38:05 von
Markus Kindler
Ja auch ich war dieses Jahr auf der Cebit. Die Strecke von Bonn nach Hannover habe ich mit 4 Kommilitonen in einem kleinen Renault Clio hinter mich gebracht und meine Karte wurde von ALLNET Networks gesponsort. ALLNET Networks hat freundlicherweise unserer Fachhochschule rund 1000 Karten überlassen, was ich gar nicht mal so unintelligent finde. Immerhin sind wir (überwiegen Informatiker bzw. Wirtschaftsinformatiker) wesentlich eher Fachbesucher als all die Leute die ihre Karte so im Internet geschenkt bekommen.
Der Besuch am Dienstag, dem 4. März, ist zwar schon ein wenig her, doch kam ich erst jetzt dazu, hierzu etwas zu schreiben. Zunächst will ich nun ein paar Dinge allgemein über meine erste Cebit sagen, danach gehe ich auf einige Firmen genauer ein.
Allgemein fand ich das Besucheraufkommen am Dienstag doch recht human, so dass man problemlos alles begutachten konnte. Mein Beileid an diejenigen, die erst am Wochenende die Cebit besuchen. Aufgefallen ist mir direkt als erstes, dass man die Besucher in drei Gruppen einteilen kann. Dabei handelt es sich um die wirklichen Fachbesucher, die normalen Computerinteressierten und die Kiddies die Freebies abgreifen wollen. Letztere Gruppe kam dieses Jahr übrigens, soweit ich das mitbekommen habe, nicht auf ihre Kosten. Werbegeschenke gab es kaum, aber das war für mich auch eher irrelevant. Mitgenommen von der Cebit habe ich vor allem einige Info Broschüren diverser Aussteller (insbesondere bezgl. Karriere) und 4 Kugelschreiber, da mein Bestand recht kanpp wurde.
Thema der Cebit dieses Jahr war “Green IT”, von dem man leider nur wenig zu sehen bekam. Wobei man schon einiges sah, aber ich empfand es eher als gespielt. Bestes Beispiel war dabei zum Beispiel IBM. Ein riesiger Stand mit dem Hauptthema Green IT, der aber gleichzeitig richtig viel Strom gezogen hat. Dafür sorgten viele kleine Rechner, aber auch der neue Z-10, der natürlich den ganzen Tag im Betrieb war.
Interessant fand ich in diesem Zusammenhang Sun, die energiesparende Serversysteme präsentieren, was ich aber nicht weiter erläutern will. Interessanter fand ich, dass am Stand auch ein junger Azubi war, der dort die Besucher informierte. Normalerweise überlassen das die Aussteller erfahrenern Mitarbeitern, oder aber wie zum Beispiel die Telekom speziellen Mitarbeitern, die nur für Messen verantwortlich sind. So ein Vorgehen kann ich nur begrüßen, wobei ich natürlich nicht weiß, wie der Azubi zu der ganzen Sache steht.
Vorstellen möchte ich an dieser Stelle auch die Bonner Firma humanIT mit ihrem Produkt Infozoom. Das ganze bewegt sich im Bereich Business Intelligence, ist also vielleicht nicht für alle Leser interessant. Konkret handelt es sich bei dem ganzen um ein Programm, mit dessen Hilfe man sehr einfach große Datenmengen analysieren lassen kann. Hierzu werden große Datenmengen sehr gut veranschaulicht und durch Selektion gewisser Kriterien lässt sich alles sehr sehr einfach präzisieren. Wie ich finde eher schwierig zu beschreiben, daher sollte man sich vielleicht mal das ganze selbst auf der Homepage anschauen/runterladen.
Loben muss ich an dieser Stelle ganz besonders Sony Ericsson. Zur Hintergrundgeschichte: Eine Woche vor der Cebit verklemmte sich eine Taste meines Handys, so dass man diese nicht mehr bedienen konnte. Leider drückte sie sich aber alle paar Sekunden selbst, so dass mein Handy anfangs mehrere SMS ohne meine Wissen verschickte. Auf der Rückseite des großen Sony Ericsson Standes befand sich nun ein Service Point, dem ich mein Problem erklärte. Prompt wechselte der Mitarbeiter dort die Tastatur und die Oberschale meines Handys aus, so dass nun alles wieder perfekt funktioniert. Das nenne ich mal Service und auch noch ohne jeden Garantienachweis. Großes Lob an Sony Ericsson!
Im ersten Moment vielleicht lustig erschienen einem die Asiaten auf der Cebit. Diese lassen sich wieder wie auch die normalen Besucher der Cebit in drei Gruppen einsortieren. Da gab es die überwiegende Mehrheit der normalen asiatischen Besucher. Aber es gab auch diese Besucher, von denen ich vorher nur aus Geschichten gehört habe, die alles genau abfotografierten. War schon ein Erlebniss einen Asiaten zu sehen, der wirklich den ganzen Stand von Sony Ericsson abging und jedes Handy einzeln fotografierte. Aber auch die Aussteller waren ein Erlebnis. Meistens sah man von ihnen kleine Stände, wo sie die neuesten Geräte der Firma präsentierten, die teilweise doch einigen Geräten namhafter Hersteller verblüffent ähnlich sahen (siehe dazu diesen Heise Artikel). Ansonsten saßen sie meistens einsam und verlassen und ohne Kunden/Besucher an einem Tisch und genoßen ihr Essen, schlechtes Marketing.