Sicherheit vs. Kundenservice

19.03.2008 21:31:54 von Markus Kindler

Im allgemeinen bin ich ein Befürworter von Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere im Bereich eCommerce, im Internet. Nur das was mir die letzten Tage mit Amazon und eBay widerfahren ist, geht dann doch ein wenig zu weit:

Am Samstag morgen habe ich mich für den Kauf bei Amazon entschieden. Anders als sonst wollte ich aber eine andere Adresse (Studentenwohnheim) dafür nutzen. Also dies umgestellt und Sonntag Abend bekam ich dann eine Meldung, dass mein Account gesperrt sei und ich mich erst per Kopie eines Kontoauszuges verifizieren müsste. Das ging mir dann doch etwas zu weit und ich habe die Bestellung storniert und mich für den Kauf bei einem anderen Onlineshop entschieden, bei dem bis jetzt alles super lief. Damit hat Amazon wohl einen Kunden verloren.

Letzte Woche hatte ich mich bereits bei eBay angemeldet, zuvor besaß ich keinen Account. Am Dienstag erhielt ich eine Mail von eBay meine Adressangaben (Hier auch Adresse vom Studentenwohnheim, kann also kaum was mit dem früheren eBay Identitätsdiebstahl zu tun haben, der über eine andere Adresse lief) wären unvollständig oder fehlerhaft. Das beste an der Sache ist, dass man mir nicht direkt das konkrete Problem nennt und ich sogar schon meine Adresse per zugeschickter PIN bestätigt habe. Also mal ‘ne Mail an den Kundenservice geschickt (dummerweise von der Privatadresse und nicht von der Geschäftsadresse mit der ich mich angemeldet habe) und die Antwort zurück bekommen, dass die E-Mail Adresse nicht die ist, mit der ich mich registriert habe. Also das ganze nochmal über die richtige E-Mail Adresse und schon wieder die gleiche Mail zurück bekommen. So jetzt habe ich mich direkt über das eBay Nachrichtensystem gemeldet (Account ist zwar gesperrt, aber Nachrichten schicken funktioniert noch) und hoffe endlich mal eine Antwort zu bekommen.

Wie man sieht zwei Fälle, die von mir als Kunden doch sehr starke Nerven erfordern. Kleine Fische werden sich das wohl generell nicht leisten können und zumindest für Amazon gibt es ja auch noch einige (günstigere) Alternativen. Leider ist man aber doch noch sehr stark in einigen Fällen auf eBay angewiesen, ich wünsche mir da mal einen ordentlichen Konkurrenten.

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3 Kommentare

  1. der-Heiko Sagt:

    Hey Markus,
    interessant das so zu lesen. Ich habe schon sehr viel via Amazon an andere Adressen schicken lassen und es war nie ein Problem. Grade dieser Dienst von Amazon war für mich immer interessant zu nutzen, wenn ich mal ein Gewinnspiel veranstalte und die Preise direkt via Amazon an die Gewinner übermitteln liess…

    Bis heute problemlos.

    Was aber sein kann, ist, dass Dein eigener Rechner vielleicht hinter einem anonymen Proxy sitzt oder Deine Firewalleinstellungen so konfiguriert sind, dass das Amazon System “anschlägt” und Dich kickt.

    Das wäre dann dumm gelaufen aber mit einer Mail an Amazon erledigt. Grade, wenn Du durch das UNI Netz mit der Uni Adresse eine Bestellung versuchst auf zu geben, schlägt vielleicht schon bei Amazon der “Vorsicht, Fake Alarm!” an…

    Grüssle Heiko

  2. Markus Kindler Sagt:

    Hallo Heiko,

    an so etwas glaube ich eigentlich nicht und ich glaube es liegt auch an dem kleinen aber feinen Unterschied zwischen deinen Bestellungen und meiner: Du hast die Rechnungsadresse nicht geändert, nur die Lieferadresse, ich habe direkt beides geändert. Ich denke deshalb wurde ich dort gesperrt.

    Bei eBay kann ich aber schon fast an so etwas ähnliches glauben, aber nicht wegen der IP, sondern wegen der Adresse selbst, schließlich dürfte es in dem Wohnheim doch einige sehr viele eBay Accounts geben. Da kann es dann schon mal passieren, dass eBay hellhörig wird.

    Gruß
    Markus

  3. Bewertungen bei Preisvergleichen - Markus Kindler Sagt:

    [...] dieser absolut nichtssagenden Einleitung direkt zum Thema: Neulich wurde ich ja bei Amazon gesperrt, so dass ich mir einen neuen Onlineshop suchen musste. Dabei nutzte ich natürlich einen [...]

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